Weil wir unsere Spanienreise vorzeitig abbrechen mussten, sind wir jetzt «zum Trost» spontan für ein paar Tage in die ‚Camargue‘ gefahren in der Hoffnung, auch hier ein paar schöne Vögel zu finden. Und soviel schon mal vorneweg: Flamingos gibt es «en massé»
Losgedüst sind wir am Donnerstag 19. März – ab Genf sind wir über Land gefahren, da die Autobahnmaut in Frankreich mittlerweile so abartig teuer ist. Am ersten Tag sind wir knapp 400 km bis auf einen CCP (Camping Car Park) bei ‚La Voulte-sur-Rhõne‘, südlich von ‚Valence‘ gefahren. Als Übernachtungsplatz ok. aber mehr auch nicht (Der CCP liegt direkt an einer stark befahrenen Strasse).

Blick auf das Dorf ‚La Voulte-sur-Rhõne‘ – der CCP liegt auf der anderen Flusseite (im Rücken des Fotos)
Freitag 20. März 2026 – am Morgen machen wir einen Spaziergang auf den Wochenmarkt in ‚La Voulte-sur-Rhõne‘ – danach gehts weiter südwärts, zuerst bis ‚Saint-Paul-Trois-Chãteau‘ zu «unserem» Intermarché, weil unser franz. Gasflasche so gut wie leer ist. Aber nichts ist wie es war, und so gibt es hier die Gasflasche von Intermarché leider nicht mehr; und auch der Diesel ist hier nicht mehr supermarktgünstig ;=(. Diesel haben wir trotzdem aufgefüllt, Gas haben wir noch in der zweiten Flasche.
Dann gehts weiter auf Landstrassen Richtung ‚Camargue‘. Wir fahren bis ‚Salin-de-Giraud‘, aber der offizelle Stellplatz im Ort (kostenlos) ist gar nicht einladend. Darum fahren wir nach einem Spaziergang gleich weiter: Zuerst versuchen wir an den Strand von ‚Beauduc‘ zu fahren, aber am Ende der asphaltierten Strasse beginnt eine völlig kaputte Naturstrasse, die mit unserm «Forsty» kein Vergnügen bereitet. Darum drehen wir bei der ersten Gelegenheit wieder um und versuchen via D36C bei ‚Le Paradis‘ zum ‚Etang du Fangassier‘ zu fahren, was sich als eine deutlich angenehmere Option herausstellt (Bild oben mit den fliegenden Flamingo).
Wir erleben eine sehr schöne Abendstimmung und viele über uns fliegende Flamingos.
Nach Sonnenuntergang fahren wir auf den PP in ‚Le Sambuc‘, wo wir eine rel. ruhige und ungestörte Nacht verbringen.
Samstag 21. März 2026 (Frühlingsanfang) – am Vormittag starten wir zu einer ‚Balade au coeur des Marais du Verdier‘, einem Feuchtgebiet direkt bei ‚Le Sambuc‘. Sabine dreht schon bald wieder um, weil es extrem viele Moskitos hat, die aufdringlich unsere Köpfe umschwärmen. Ich kämpfe mich mit der Kamera am Hals weiter in der Hoffnung, ein paar schöne Wasservögel zu finden und werde auch belohnt:
Nach dem Z’Morge sind wir wieder raus zum ‚Etang du Fangassier‘ bis zum PP am ‚Etang de Galabert‘ gefahren. Weil Sabine noch immer mit ihrem Fuss kämpft (neben dem Gips am rechten Arm), bin ich solo hinaus bis zum Meer gewandert.
Komoot mit allen Handyfotos der Wanderung:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2838454460
Sabine hat derweil ihre eigne Runde mit immerhin auch 8000 Schritten hingelegt.
Danach sind wir zum Sonnenuntergang an den ‚Etang de Vaccarès‘ gefahren:
Übernachtet haben wir wieder auf dem PP in ‚Le Sambuc‘.
Sonntag 22. März 2026 – schon früh am Morgen fällt der erste Regen, und es wird im Laufe des Tages immer mehr werden, leider. Wir fahren zum «Entsorgen» zum Stellplatz von ‚Salin-de-Giraud‘ und nehmen danach die Fähre über die Rhõne, um ins Gebiet der ‚La Plaine de La Crau‘ zu fahren, einer kieshaltigen, steppenartigen Landschaft. Hier soll es neben einer speziellen Flora auch seltene Vögel haben: Aber diese wollten sich bei so einem Sauwetter auch nicht zeigen. Meine kurze Wanderung im Regen war deshalb vorallem erfrischender Natur.
Montag 23. März 2026 – Besuch im «parc ornithologique Pont de Gau» in ‚Les Saintes-Maries-de-la-Mer‘. Am späteren Nachmittag besuchen wir den ornithologischen Park im Herzen der ‚Camargue‘ und sind gleich ziemlich begeistert (mit einem KLICK ins Bild siehst du die Grossansicht und kannst dich durch die Gallerie klicken ;=)
Hier eine Auswahl an Fotos aus dem Park; total hab ich ca. 3000 Pics geschossen ….
Infos zum Park: https://parcornithologique.com
Dienstag 24. März 2026 – ‚Aigues-Mortes‘. Heute mal keine Vogeljagd mit der Kamera ;=) Wir machen einen Ausflug nach ‚Aigues-Mortes‘ und fahren bei ‚La-Grande-Motte‘ an den Strand. Hier ein paar Handyfotos von der befestigten, mittelalterlichen Altstadt von ‚Aigues-Mortes‘:
Zum Abschluss des Tages noch ein Spaziergang entlang des ‚Etang de Monro‘. Ausgangspunkt ist ein PP an der ‚Route de Cacharel‘ für einmal ohne Kamera ;=), dafür mit Fernglas.
Mittwoch 25. März 2026 – heute Morgen liegt dichter Nebel über ‚Les Saintes-Maries-de-la-Mer‘. So gegen Zehn Uhr macht er dann zum Glück wieder der Sonne Platz, was uns sehr freut, denn wir wollen heute Nachmittag noch mal in den «parc ornithologique».
Hier ein paar Handyfotos vom Park:
Der Park wird privat geführt und ist gut gepflegt. Wir finden, ein Besuch lohnt sich auf jedenfall – Vorsicht Suchtgefahr! Im kürzeren Parcour (2,6km) begegnest du den Tieren recht nah und du kannst sie sehr gut fotografieren. Der längere Parcour (4,3km) nennt sich ‚Espace naturel‘ und ist wie die ‚Camargue‘ als Naturlandschaft gestaltet. Hier befinden sich auch die meisten der Beobachtungshütten. Neben vielen Infopanels und ‚Observatoire‘, Pique-Nique-Plätzen und Sitzbänken findest du auch WC-Anlagen und eine Buvette für die kleine Zwischenverpflegung im Park. Für Erwachsene kostet der Eintritt 8.50€ und du kannst am Abend solange bleiben, wie du möchtest (Fotografieren im Abendlicht oder zur blauen Stunde ist also möglich).
Natürlich konnte ich es nicht lassen; ich musste wieder die Kamera mit mir rumschleppen ;=)
Wenn du gerne an geführten Touren teil nimmst, gibt es in der ‚Camargue‘ diverse Angebote, z.B. Touren mit dem Geländewagen oder auch hoch zu Ross.
Übrigens: Die Nächte haben wir auf dem offiziellen Stellplatz von ‚Les Saintes-Maries-de-la-Mer‘ an der D570, gleich eingangs des Ortes nach dem Kreisverkehr auf der linken Seite der Strasse verbracht, Der Platz ist sauber und nachts auch ruhig. Ver- und Entsorgung sind vorhanden und sauber. Während unserem Aufenthalt wurde keine Gebür erhoben.
Donnerstag 26. März 2026 – nach einer kalten, windigen Nacht in ‚Les Saintes-Maries-de-la-Mer‘ beschliessen wir, uns wieder heimwärts zu bewegen (Der stürmische Wind ist ungemütlich und die Temperaturen sind es leider auch). Wir fahren in die ‚Les Alpilles‘ nach ‚Aureille‘, wo wir nach einem Spaziergang wieder im Forsty sitzen, weil der stürmische Wind uns einfach nicht behagt.
Wir verbringen eine ruhige Nacht bei den Sportplätzen in ‚Aureille‘.
Freitag 27. März 2026 – nach einer weiteren kalten Nacht fahren wir gute 400km über Land nach ‚Aix-les-Baines‘ und übernachten dort auf dem CCP, der günstig nahe am See gelegen ist und entsprechend zu einem Spaziergang an der Seepromenade einlädt. Weil aber ein zügiger kalter Wind weht, ziehen wir uns bald in unseren Forsty zurück und lassen die Standheizung brummen.
Samstag 28. März 2026 – nach einer ruhigen Nacht auf dem CCP fahren wir via Genf – Lausanne nach Hause. In ‚Saint-Julien-en-Genevois‘ kurz vor dem Grenzübertritt füllen wir nochmals den Dieseltank, obwohl nicht ganz klar ist, ob der Diesel in Frankreich wirklich noch günstiger ist als in der Schweiz. Bei der Hinreise haben wir in ‚Saint-Paul-Trois-Chãteau‘ noch 2.09€/lt. bezahlt, jetzt bezahlen wir schon 2.16€/lt. (Die Spritpreise sind richtig explodiert; haben wir doch im Februar auf unserer Spanienreise noch etwas über 1.50€/lt. bezahlt)























































































So schön, könnt ihr es geniessen !
Die Vogelphotos sind echt fantastisch, berühren und gefallen in ihrer wunderschönen Natürlichkeit
Ich finde, du solltest mal eine Ausstellung machen.
Liebe Grüsse, Sabine gute Besserung und dir viele Vögel-wo auch immer…
Danke für die guten Wünsche und die Loorbeeren