entre mer et montagne 1

Herbstferien 2025 – Sabines letzte Ferien bevor sie in Rente geht; und wo zieht es und hin, wo? In den Süden, ganz klar, ist es doch in Bern bereits richtig Herbst und ziemlich kühl und nass. 

Sonntag 28. September 2025 – Mitten im Vormittag fahren wir los, südwärts Richtung Genf und weiter ins Rhonetal. Normalerweise machen wir eine Reisepause in der Region ‚St.-Paul-Trois-Chateau‘, doch weil es gut läuft und sonntags wenig LKW’s auf der Autobahn sind, ziehen wir durch und fahren bis ‚Gruissan – Les Ayugades‘, ca. 720km ab Bern. Abends um halb acht sind wir endlich da. Die Campings sind zwar noch offen, aber wir lassen uns auf  einen PP direckt am Strand nieder. Das wäre im Sommer wohl kaum möglich, aber jetzt ist schon ziemlich Ruhe eingekehrt in der Region und die Police Municipal dreht zwar ihre Runden, lässt uns aber in Frieden.


Montag 29. September 2025 – als erstes müssen wir Brot kaufen, und weil montags in Gruissan Markt ist fahren wir mit den Velo’s ins Städchen um einzukaufen. Brot, Gemüse, Käse, Oliven – und in der Bäckerei gibts auch gleich den ersten Kaffee.

Während der Saison ist auf dem Markt jeweils ein dichtes Gedränge, jetzt im Spätherbst ist es richtig angenehm. Markttage in Gruissan sind jeweils Montag, Mittwoch und Samstag Vormittag.

Der Rest des Tages ist ankommen, ein kurzes Bad im Meer und ein langer Strandspaziergang.


Dienstag 30. September 2025 – der Kaffee gestern in der Bäckerei war gut, das Brot auch und so fahren wir nochmals ins Städchen, trinken einen Café und kaufen ein Brot und fahren dann einen schönen Umweg durch die Salinen von Gruissan und die ‚Montagne de la Clap‘ zurück zum PP am Strand. Es ist immer wieder schön, mit den Velos durch die Salinen und die Montagne zu fahren, auch wenn wir es schon x-male gemacht haben.

Die Tourdaten wie immer in Komoot:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2608354969

Danach ein kurzes Bad im kühlen Meer, Sabine macht wieder einen Strandspaziergang und ich «muss» noch kurz hinauf in die ‚Montagne de la Clap‘ (wie jedesmal, wenn wir hier sind)

Das erste mal bin ich mit dem E-Bike hier, es macht den Anstieg ganz schön leichter. Die genau Funktion dieses Wachtturmes habe ich bis heute nicht gefunden, aber von hier oben überblickt man die gesamte Küste, die Weingüter und die Wälder.

Die Tourdaten und Fotos wie immer in Komoot:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2608904863


Mittwoch 1. Oktober 2025 – wir verlassen Gruissan nach dem wir im Supermarkt eingekauft, einen Gasflasche ersetzt und den Dieseltank aufgefüllt haben und fahren ins Land der Katharrer. Auf der D611 durchqueren wir zwischen ‚Ripaud‘ und ‚Durban-Corbière‘ eine komplett abgebrannte Landschaft, links und rechts der Strasse schwarze, verkohlte Bäume und kahle schwarze Erde. Ein düsteres Bild, und so fahren wir gleich weiter bis ‚Tuchan‘. Der Camping im Dorf hat seine Tore schon geschlossen, der andere ist uns zu teuer. Wir finden zum Glück gutes Wasser beim Friedhof (Unser Tank ist ziemlich leer), und fahren dann auf der D14 bis ‚Soulatge‘, wo wir bei ‚Marc et Sophie Lamour‘ Honig kaufen wollen. Wie Sabine googelt, ist Marc leider vor drei Jahren an Krebs gestorben, aber die Miellerie und Sophie gibt es zum Glück noch.

Nach einem Telefon mit Sophie verabreden wir uns für den nächsten Morgen – und wir dürfen auf dem PP der Miellerie für die Nacht stehen bleiben. Doch vorher fahren wir noch mit den Velos zu dem kleinen Dorfmarkt, der jeweis mittwochs von 18 – 20uhr die Dorfbevölkerung und lokale Produzenten festlich zusammen bringt.


Donnerstag 2. Oktober 2025 – nach dem Sabine Honig für unsere Kinder und für uns eingekauft hat, starten wir auf eine Velotour durch die karge Hügellandschaft. Das WoMo lassen wir bei der Entsorgung von ‚Soulatge‘ stehen …

… und oh Schreck, wie wir zurück kommen sind sie wieder da; die verhassten Viecher! Die marmorierten Baumwanzen versuchen wieder in unserem WoMo heimisch zu werden. Zum Glück sind wir diesmal wachsam und vertreiben die Viecher, bevor sie sich in allen Ritzen verstecken können.

Danch müssen wir dringend eine Entsorgungsstation anfahren. Wir finden eine auf dem Rückweg an der D14 in ‚Duilhac-Peyrepertuse‘ mit kostenlosem Stellplatz (48H) . Der Ort ist bekannt wegen der gut erhaltenen Katharrerburg hoch oben auf den Felsen wie ein Adlerhorst, ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Tourdaten und Fotos gibt’s wie immer in Komoot:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2611966851

 


Freitag 3. Oktober 2925 – wir haben eine ruhige Nacht auf dem Stellplatz ‚Duilhac-Peyrepertuse‘ verbracht. Bevor wir südwärts weiter ziehen besuchen wir noch eine eindrückliche Fluss-und Badelandschaft unterhalb des Dorfes:

le site naturel de moulin de Reboute

Danach fahren wir in die ‚Pyrénées Oriental‘ zu einem Stellplatz von «Camping-Car-Park» in ‚Vinca‘, doch der Platz überzeugt uns gar nicht und nach kurzer Diskussion über die Wetteraussichten der kommenden Tage beschliessen wir gleich weiter nach ‚Roses‘ zu fahren (Katalonien – SP). Roses und das angrenzende Empuriabrava sind sehr touristisch und wir finden keinen freien Stellplatz. Schlussendlich landen wir auf einem offiziellen Stellplatz bei Flugplatz und Kartbahnen in Empuriabrava. Der Ort ist ein komplet touristisches Städtebau-Projekt, das mit seinen Kanälen ‚Venedig‘ nachempfunden wurde.


Samstag 4. Oktober 2025 – am Vormittag besuchen wir den riesigen Markt von ‚Empuriabrava‘ an der Küstenpromenade.

Danach habe ich genug vom Overtourismus an der ‚Costa Brava‘ und wir fahren nach ‚Girona‘, auch weil die Wettervorhersage für die Küste zwei stürmische Tage ankündigt (Das hatten wir schon letztes Jahr in ‚Cadaques‘).

In ‚Girona‘ gibt es diesen gut gelegenen kostenlose Stellplatz, man ist schnell in der Altstadt und mit den Velos auch schnell auf dem Lande. Der Platz ist meist gut besucht, weil er nahe an der Autostrada AP-7 gelegen, sich deshalb auch als Etappen-Stellplatz auf der Reise nach Südspanien anbietet – siehe Nachtrag unten!

Wir machen am Nachmittag noch eine Velofahrt entlang de ‚Riu Ter‘, bevor wir uns auf dem grossen Platz gemütlich einrichten.

Furt am ‚Riu Ter‘ Nähe ‚Bonmati‘

Komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/2616352003

Der Stellplatz von Girona im Abendlicht:


Nachtrag zum Stellplatz in Girona: Seit Herbst 2009 sind wir mittlerweile mit dem dritten WoMo unterwegs, und noch nie hatten wir einen Einbruch zu beklagen. Und nun ist es geschehen. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde unser WoMo bei der Fahrerkabine geöffnet, während wir tief und fest geschlafen haben. Am Morgen hab ich mich zuerst gewundert, dass mein Hipbag offen mitten am Boden liegt und dass das Fach der Mittelkonsole offen steht. Beide Türen waren einen Spalt geöffnet, ohne dass wir das geringste bemerkt hätten. Geklaut wurde 20€ aus meinem Geldbeutel und meine Kreditkarte, sonst nichts, nicht mal die OM5-Kamera, die in der Ablage der Fahrertür griffbereit lag. Von der Karte waren bereits 37€ abgebucht, bevor ich sie per App sperren konnte. Wir haben uns sehr gewundert und gedacht, dass ich am Abend wohl vergessen habe, die Türen zu verriegeln – wie doof kann man nur sein, haben wir gedacht. Ein Stellplatz-Nachbar hat uns dann aber aufgeklärt: Anscheinend reicht ein kleiner Schraubendreher, um beim Ducato von unten ins Schloss einzufahren und es zu entriegeln. Bei îhm haben sie auch geöffnet, aber er hatte nichts rumliegen. Insgesammt ist der finanzielle Schaden nicht so gross, aber es bleibt ein ungutes Gefühl zurück, wenn es so simpel ist, einen Ducato zu öffnen. Und am nächsten Morgen hat uns eine andere Frau gewarnt; bei ihnen wäre letzte Nacht eingebrochen worden, aber ihr Mann sei erwacht und und konnte die Canoven vertreiben.

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