22. September 2026 – nach dem Besuch im Kranichzentrum in ‚Bünz‘ sind wir nach ‚Barth‘ auf den örtlichen Stellplatz gefahren, wo wir eine ruhige Nacht für vergleichsweise bescheidene 10.50€ verbracht haben ;=).
23. September 2026 – am Vormittag haben wir eine kleine Runde über die Halbinsel mit der Gedenkstätte STALAG und ins Zentrum von ‚Barth‘ gemacht.
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3302647142
Hier wie auch auf ‚Darss-Zingst‘ finden sich viele der «geritzen» Bäume, mit denen bis in die 60er-Jahre in der DDR Baumharz für die Produktion von Farben etc. gewonnen wurde:
Nach dem kurzen Abstecher nach Barth sind wir nach ‚Zingst‘ an die Ostseeküste gefahren. Der ’stellplatz-zingst.de‘ liegt am östlichen Ende des Dorfes direkt hinter den Dünen und einem Surfshop: Kosten 20€/Nacht + 2 x 3€ Kurtaxe =26€ auf einer Wiese. Es hat zwei WC und drei Duschen, aber keine Entsorgungsmöglichkeiten. Zum Ver-/Entsorgen muss man zum nächten Campingplatz fahren, dort gibt es ausserhalb eine Entsorgungsstation.
Am Nachmittag haben wir noch Zeit und Lust auf eine kleine Erkundungstour:
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3303352242
Der Handyakku war leider leer, bevor wir zur ‚Zingster Seebrücke‘ gekommen sind:
‚Zingster Seebrücke‘ fotografiert mit der OM-D e-M5iii
24. September 2026 – wir radeln durch die ‚Sundische Wiese‘ zur ‚Hohen Dühne‘ und zur Kranichbeobachtungsstation ‚Pramont‘ ganz im Osten der Halbinsel ‚Zingst‘. Zur ‚Hohen Dühne‘ führt ein 1.2km Fussweg (Fahradfahren verboten):
Am Strand bei der Hohen Dühne: Knutt und Austernfischer?

auch in der ‚Sundischen Wiese‘ kann man Vögel beobachten und manchmal fliegt auch der Seeadler vorüber
Komoot und Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3304813195
und der zweite Teil: https://www.komoot.com/de-de/tour/3305175290
Am Abend fahre ich dann noch zur ‚Meininngen Brücke‘, ein bekannter Fotospot für die abends einfliegenden Kraniche. leider ist es stark bewölkt und somit der Himmel ziemlich dunkel, nicht ideal zu fotografieren.
Komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/3305742178
Die Kraniche kommen am Abend in Gruppen zu ihren Schlafplätzen geflogen…
25. September 2026 – wir wechseln auf den PP L21 in ‚Prerow‘ um im ‚Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft‘ auf die Hirschpirsch zu gehen. (PP mit WoMo-Übernachtungsmöglichkeit: 15€/24h plus 2 x 2.50e Kurtaxe)
Zuerst verschaffen wir uns mal einen Überblick und fahren mit den Velos zum ‚Darsser Ort‘ mit Leuchtturm, wo auch ein Rundweg durch die Dünenlandschaft zu den Hirschbeobachtungsplätzen in der Kernzone des Nationalpark startet.
Die Seebrücke bei ‚Prerow‘ und die «Budenmeile» davor. Da war ich mal ?richtig mutig? und habe ein Fischbrötchen mit Matjes versucht. Für mich «Landei» ist es eher gewöhnungsbedürftig ;=)
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3307554382
Am Abend bin ich dann eine gute Stunde an der Wiese beim PP L21 gestanden und habe auf den Einflug der Kraniche gewartet (ich hatte sie an der Meiningenbrücke auch aus dieser Richtung einfliegen sehen). Leider war ich trotz makellosem Sonnenuntergang erfolglos.
26. September 2026 – am frühen Morgen (ich meinte, ich hätte den Wecker für 05:30 eingestellt, tatsächlich war es dann aber 06:30) hab ich mich alleine auf die Pirsch gemacht; ich war aber dann doch nicht ganz alleine in der Kernzone, um brünstige Hirsche zu fotografieren:
Beim ehemaligen, jetzt renaturierten ‚Nothafen Ottosee‘ habe ich dann auch Glück gehabt und ein paar schöne Bilder machen können.
Am Nachmittag sind wir dann an den ‚Weststrand‘, nach ‚Ahrenshoop‘ und entlang dem ‚Saaler Bodden‘ nach ‚Born an der Darss‘ geradelt. Ausgangspunkt war der PP ‚drei Eichen‘ an der L21 (Tageskarte 7€ für Wohnmobile):
Komoot und Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3310110506
Abends fuhren wir wieder auf den PP L21, der dann ziemlich gut belegt war.
Sonntag 27. September 2026 – Hirschbrunst II, diesmal aber ziemlich erfolglos. Zwar gab es einen schönen Sonnenaufgang beim alten Nothafen (ohne röhrende Hirsche), aber dann zog schon bald Nebel auf, der die ganze Landschaft in ein mystisches Grau verwandelte.
Was blieb, war dieser fantastische Sonnenaufgang und ein Graureiher im Baum:
Nach dieser erfolglosen Pirsch haben wir wieder auf den Stellplatz in Zingst gewechselt, um nochmals Kraniche zu Beobachten. Am Eingang zur Kernzone ‚Sundische Wiese‘ kann man beim Ranger ab 14:30 noch einige wenige Tickets ( 10 Stk. Nationalpark-Card Zingst) für die abendliche Kranichbeobachtung am ‚Pramont‘ erstehen (wer zuerst kommt … die Onlinetickets sind schon Wochen im voraus ausverkauft). Ab 15:00 werden dann nur noch Leute mit der Nationalpark-Card in die Kernzone hinein gelassen, die Abzahl Besucher ist auf 60 Pers. beschränkt.
Wir haben deshalb mittags eine kleine Runde zum Ranger gemacht und ich konnte als #5 ein solches Ticket kaufen (7.50€/Pers.)
Am Rückweg sind wir dann durch den ‚Osterwald‘ gefahren:
Um 16:20 bin ich dann losgeradelt Richtung Pramont, 14.5km im strammen Gegenwind; das war echt ein Kampf. 17:15 bin ich wohl als Letzter bei der Plattform ‚Pramont‘ angekommen:
Mit 60ig Teilnehmenden sind die zwei Plattformen rammelvoll. Pro Beobachtungshütte ist ein Ranger.in anwesend, die durch den Abend führt. Auch ein Spektiv stellt die Ranger.in zur Verfügung, um z.B. den Seeadler zu betrachten. Und dann ist warten angesagt. Ein paar Wildschweine verkürzen etwas die Zeit:
Die Kraniche lassen auf sich warten ……… und ein grossartiger Mondaufgang sorgt zum Glück für gute Stimmung. Ein grosser Schwarm Kraniche zieht um 18:52 in der Ferne vor dem aufgehenden Mond vorbei:
18:58 – und dann kommt doch noch eine Gruppe angeflogen und macht halt im Bodden vor der Insel ‚Grosser Werder‘ (Unsere Rangerin hat mit dem Spektiv 32 Kraniche gezählt).
19:15 – ein Grossteil der Besucher hat sich schon mit dem Fahrrad auf den Rückweg gemacht und es passiert leider gar nichts mehr. Das war’s dann, sag ich achselzuckend zur Rangerin und mache mich ebenfalls auf den Heimweg. Ich bin noch keine 300m unterwegs, läuft vor mir ein Marderhund über die Strasse (leider ist die Kamera schon im Rucksack verstaut) und weitere zwei Minuten später höre ich das laute «Gru Gru» der Kraniche ganz in der Nähe. Sie steigen mit viel «Geschrei» in grossen Gruppen aus den nahe gelegenen Weiden hoch. Vielleicht hatten wir einfach zu wenig Geduld und Ausdauer, und die Kraniche landen jetzt auf der Insel ‚Grosser Werder‘ und wir hätten tolle Bilder gehabt? Tja, wie schon erwähnt, die Kamera liegt im Rucksack und viel Licht ist auch nicht mehr um halb Acht, schade!
28. September 2026 – ein chilliger Tag heute. Vormittags habe ich endlich wieder den Blog aktualisiert, Sabine war «lädele» in Zingst. Am Nachmittag haben wir einen kurzen Strandspaziergang gemacht und ein seeehr erfrischendes Bad in der Ostsee genommen. Und am Abend sind wir dann zum Einflug der Kraniche an den ‚Zingster Strom‘ geradelt; die Kraniche kommen zu hunderten aus den Feldern im Süden und Westen angefolgen, um die Nacht auf der sicheren Insel ‚Kirr‘ zu verbringen. Ein wunderbares Spektakel, das jeden Abend viele Besuchende auf den Radweg südwestlich des ‚Hafen Zingst‘ lockt. Und auch da ist ein Ranger.in mit Spektiv vor Ort, um über die Kraniche Auskunft zu geben.
29. September 2026 – ich bin um halb Sieben aufgestanden und wieder an den Beobachtungspunkt zur ‚Kirr‘ gefahren, um den morgendlichen Abflug der Kraniche zu fotografieren. Wieder wimmelte es von Stechmücken am Radweg, in der Beobachtungshütte hatte ich aber erstaunlicherweise Ruhe vor diesen aggressiven Blutsaugern. Die Kraniche starten bei Sonnenaufgang, die einen etwas früher, die anderen lassen sich etwas mehr Zeit.
Nach dem Zmorge war es dann wieder Zeit, weiter zu ziehen: unser Ziel heute ‚Rostock‘. Davor noch Entsorgen und Wasser tanken beim nahe gelegenen Camping (die Ver-/Entsorgungsstation liegt allgemein zugänglich direkt vor der Einfahrt zum Campingplatz ‚Wellness-Camp Düne 6‘. Danach Diesel tanken und einkaufen in ‚Barth‘; und los nach ‚Rostock‘. Beim Stadthafen gibt es einen grossen PP mit Stellplätzen für Wohnmobile.
Unser Fazit zu Darss-Zingst: Ein Besuch ist Mitte September bis Mitte Oktober für Tierfreunde und Fotografen sehr lohnenswert! Auch die feinen Sandstrände sind schön und nicht mehr von Badegästen überlaufen. ‚Darsser Ort‘ und die ‚Sundische Wiese‘ mit der ‚Hohe Düne‘ und ‚Pramont‘ so wie der Einflug der Kraniche auf ‚Kirr‘ sind die Highlights. Für WoMo’s und Camper gibt es die Campingplätze, den Parkplatz bei ‚Prerow‘ und der ‚Ostsee-Stellplatz‘ in ‚Zingst‘. Entsorgungsmöglichkeit wie oben beschrieben. Wie schon auf ‚Rügen‘, auch ‚Fischland-Darss-Zingst‘ ist kein Camperparadies und Freisteher tun sich schwer. Ob im Herbst auch noch kontrolliert wird wissen wir nicht, wir haben es nicht versucht; soweit wir wissen ist «Freistehen» im gesamten Gebiet verboten.

































































