10. September 2026 – wir sind auf ‚Rügen‘ angekommen und haben als erste Station den ‚Erlebnis-Bauernhof-Kliewe‘ bei ‚Mursewiek‘, Gemeinde ‚Ummanz‘ gewählt; einfach mal ankommen …..
Und natürlich haben wir auch noch eine kleine Erkundungstour mit unseren Fahrrädern gemacht: https://www.komoot.com/de-de/tour/3272401692
und dabei eine Kranichbeobachtungshütte entdeckt; die Kraniche sind aber noch nicht da, dafür sind wir noch ca. 10 Tage zu früh …
11. September 2026 – heute haben wir eine etwas ausgedehntere Velotour in der Gegend gemacht …
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3274297702
… und ich habe danach am späteren Nachmittag versucht, Stare im Flug zu fotografieren. Das ist mir leider nicht wirklich gelungen. Aber es gibt hier am Bodden neben den Staren auch viele Kiebitze, Graugänse, Brachvögel und eine Nebelkrähe.
Ein paar Vogelaufnahmen von unserem Stellplatz beim ‚Erlebnis-Bauernhof-Kliewe‘ am ‚Varbelvitzer Bodden‘ gelegen:

Die Stellplatz-Wiese am ‚Varbelvitzer Bodden‘, ‚Erlebnis-Bauernhof-Kliewe‘ – heute sind noch einige Mobile dazu gekommen ;=)
Samstag 12. September 2026 – wir fahren weiter, ganz in den Norden der Insel, ans ‚Cap Arkona‘. Bei ‚Putgarten‘ ist die Strasse für Touristen zu Ende, weiter gehts nur zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit der Touristenbahn an den nördlichsten Punkt von Rügen:

Der ‚Siebenschneiderstein‘ ist der nördlichste Punkt von Rügen und der viertgrösste Findling der Insel
Das ‚Cap Arkona‘ mit Leuchturm ist ein beliebtes Ausflugsziel und entsprechend war der grosse PP am Dorfeingang von ‚Putgarten‘ sehr gut besucht. Für Camper/Wohnmobile gibt es einen speziell ausgewiesenen, asphaltieren Stellplatz mit Parkplatzambiente: Kosten 20€/24Std. leider ohne Ver/Entsorgung, was für uns völlig unverständlich ist, liebes ‚Putgarten‘!. (Öffentliche Toiletten gibts beim PW-Parkplatz, im Dorf und auch beim Leuchturm)
Wir haben eine kleine Velotour zum ‚Märchenwald‘ und anschliessend zum Cap gemacht:
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3277448675
Sonntag 13. September 2026 – Unsere heutige Fahrradtour führt und zuerst zum Fischerdörfchen ‚Vitt‘ und dann weiter auf dem Radweg der Küste entlang nach ‚Altenkirchen‘ und über weite Felder wieder zurück nach ‚Putgarten‘, wo wir zum Vesper ein erstes Fischbrötchen verspeisen.
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3280579932
Der Strand von ‚Vitt‘ zum Kap ist beliebt bei Bernstein- und Fossiliensuchern, lädt aber auch zum Spazieren, Fischen und zum Baden ein:
Und ich habe mich am späteren Nachmittag mit Langzeitbelichtungen versucht:
14. September 2026 – weil der Strand bei ‚Vitt‘ so schön ist, machen wir heute Morgen einen langen Strandspaziergang bis zu den Kreidefelsen am Kap.
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3281758279
Mittags ist es dann Zeit um weiter zu ziehen; wir fahren südwärts der Küste entlang in den ‚Jasmunder Nationalpark‘.
Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp bei ‚Schaabe‘ an der ‚Tromper Wiek‘ und spazieren durch den Pinienwald an den schönen Sandstrand (muss wohl im Sommer ein beliebetes Badziel sein):
Der ‚Jasmunder Nationalpark‘ ist wieder eines dieser sehr beliebten Touristenziele auf ‚Rügen‘ mit grossem PP und sehr grosszügigem Stellplatz für Wohnmobile und Camper, diesmal sogar mit Ver-/Entsorgung inklusive (für Wasser und Strom muss extra bezahlt werden). Dieser Stellplatz hat deutlich mehr «Charme» und ist eine Mischung aus Kies und Wiese, so dass man hier auch den Campingstuhl hervor holen mag (Nationalparkzentrum Königsstuhl bei ‚Hagen‘). Kosten: 18€ plus Kurtaxe
Die erste Velotour heute Nachmittag führt uns durch die ausgedehnten Buchenwälder des Nationalparks und zum ‚Königsstuhl‘, einem berühmten Kreidefelsen mit 118m Höhe. Über diesem «Königstuhl» liegt das Besucherzentrum des Nationalpark mit Ausstellungen und dem berühmten «Skywalk» über der Steilküste (haben wir heute nicht besucht).
Komoot und Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3282459239
15.September 2026 – wir wagen heute eine Wanderung am Königsstuhl auf dem Hochuferweg bis zum ‚Kieler Ufer‘ im ‚Jasmund Nationalpark‘ mit zur Ostsee steil abfallenden Kreisefelsen und schmalem Strand. Ab dem Besucherzentrum Könisgstuhl ist Fahrradfahren verboten. Der Wanderweg wird rege benutzt und führt mit auf und ab der Küste entlang durch die schönen Buchenwälder und bietet immer mal wieder einen Ausblick auf die Ostsee. Vom betreten der Abbruchkanten am Steilufer wird überall gewarnt, teilweise ist es auch durch Zäune abgesperrt und sogar das «verlassen des Wegs» zum Zwecke eines Fotos wird von der Rangerin gerügt: Man soll am Weg bleiben, was ja in der Schweiz etwa soviel bedeutet wie man soll sich nicht all zu weit vom Weg entfernen ;=)
Nun genug gelabbert! Hier ein paar Fotos der schönen Wanderung:
Ja es gibt viel zu entdecken auf so einer Wanderung im ‚Jasmund Nationalpark‘
16. September 2026 – wir sind immer noch auf dem grossen Stellplatz beim ‚Jasmund Nationalpark‘. Heute Morgen hat es ordentlich geregnet und Sabine hat die Zeit genutzt, um ein Sauerteigbrot zu backen ,=)
… während ich die Bilder vom Vortag bearbeite und im Blog hochlade …
Nach dem Brotbacken sind wir mit den Velos zum «Besten Bäcker Deutschland’s 2024» gefahren, zum ‚Hof Baldereck‘ bei ‚Glowe‘ mit Hofladen: Brot, Kuchen, Kaffee (?), Gemüse und Früchte aus dem eigenen Garten … (hof-baldereck.de).
Der Kuchen war lecker, der Kaffee (?) ist typisch deutsche Art (muss man mögen)
Und noch ein paar Handyfotos vom Wegesrand …
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3287042519
17. September 2026 – heute Nacht ist uns zum ersten mal der Strom ausgegangen: Installiert haben wir eine 200Ah LiFePO4 Batterie von Berger mit Bluetooth und Heizung. Die kurzen Distanzen auf der Insel reichen anscheinend nicht aus, um die Batterie genügend nachzuladen, und das 150W-Solarmodul auf dem Dach ist aktuell an der Powerstation angeschlossen, um den E-Bike-Akku von Sabine’s Powerfly5 zu laden. Unsere «Stromfresser» sind neben Beleuchtung und WC-Ventilator der Kompressorkühlschrank und ab und zu kurz die Diesel-Standheizung, also eigentlich nicht mal so viel (keine Kaffeemaschine oder dergleichen).
Jetzt stehen wir im Hafen von ‚Gager‘, ganz im Südosten der Insel bei ‚Gross- und Klein Zicker‘ und sind das erste mal auf dieser Reise für 24h am Landstrom.

Hafen-Stellplatz Gager: Gebühren 20€ + 2.50€ Strom + 2 x 3.38€ Kurtaxe. Es hat Toiletten und Duschen (2€) und der Hafenmeiser ist sehr nett und hilfsbereit ;=)
Und es gibt hier schöne Sonnenuntergänge. Aber vorher haben wir eine kleine Velotour nach ‚Thiessow‘ zum Rügenmarkt und zum ‚Klein Zicker‘ gemacht:
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3288980420
Später hab ich versucht, ein paar Wasservögel zu fotografieren. Die Ausbeute ist mager, aber …
18. September 2026 – nach diesem Sonnenuntegang gestern Abend starten wir heute Vormittag in die dritte Woche. Der Plan für heute war: Mit dem Fährschiff 11:15 nach ‚Sellin‘, von dort mit der alten Dampfbahn nach ‚Göhren‘ und ab da mit dem Bus zurück nach ‚Gager‘. Der Kapitän (oder der Wind) hat uns aber arg enttäuscht: Bis Sonntag fährt leider kein Schiff ab ‚Gager‘; das mussten wir am Anleger von ebenfalls enttäuschten Touristen erfahren, die es ihrerseits vom Fischer am Hafen erfahren hatten. Sabine hatte sich so sehr gefreut, endlich ein Tag ohne Velo!
Und jetzt? – halt doch wieder auf’s Velo … hinaus auf’s ‚Reddewitzer Höft‘, eine langgestreckte Landzunge mit Steilküste zum ‚Rügischer Bodden‘.
Auf dem Rückweg am Wegerand dann noch Kaffee und Kuchen, diesmal guten Kaffee vom Siebträger ;=)
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3291069935
Da das Fährschiff erst um 11:15Uhr abgelegt hätte, ergab sich am Vormittag noch etwas Zeit für die lange Brennweite:
Am späteren Nachmittag nach einem Tee dann noch die grosse «Bergwanderung» zum höchsten «Berg» im ‚Mönchgut-Zwicker‘, dem ‚Bakenberg‘, mit 65m.ü.NN höchsten Hügel der Region mit schöner Rundumsicht auf die Ostsee, die Bodden und Halbinseln:
Komoot mit Fotos: https://www.komoot.com/de-de/tour/3291368261
Der heutige Sonnenuntergang etwas weniger spektakulär:
Samstag 19. September 2026 – heute ist nicht unser Glückstag: Wir haben eine Begegnung der ganz unangenehmen Art:
Die drei jungen Leute wollten partout keine Polizei. Und weil uns sowas überhaubt das erste Mal passiert, waren wir völlig überfordert und handlungsunfähig. Ich hab dann wenigsstens das Kennzeichen des Trucks fotografiert und damit sind war anschliessend in ‚Bergen‘ zur Polizei gefahren und haben Anzeige erstattet. Den Spiegel habe ich notdürftig mit Tape soweit zusammengeflickt, dass wir weiter fahren konnten.
Später meine Meldung an unsere Versicherung: Wir sind derzeit mit unserem Wohnmobil auf Rügen unterwegs und hatten heute Vormittag 10:40 eine unliebsame Begegnung mit einem Ami-Truck. Auf der L29 Richtung Putbus kurz nach dem wir von der B196 Abgezweigt sind kamen uns drei solcher ?GMC-Trucks? entgegen. Beim dritten gab es einen lauten Knall und unser Seitenspiegel ist in «tausend» Stücke zersprungen. Der Lenker hat zwar seitlich angehalten und sich widerwillig den Schaden betrachtet, fand aber dass genauso gut wir am Unfall Schuld sein könnten (ich bin wirklich schön rechts gefahren und die Strasse war breit genug). Seine zwei Mitfahrenden, insbesondere eine junge Frau wollte auf keinen Fall dass wir die Polizei rufen. Im Stress (sowas ist uns das erste mal passiert) haben wir leider keine Personendaten aufgenommen/ausgetauscht. Ich habe lediglich das Kennzeigen des Trucks und den Schaden fotografiert. Am Truck entstand kein Schaden wie die Fotos zeigen. Wir sind dann zur Polizei in Bergen gefahren und haben Anzeige erstattet: die Vorgangnummer ist auf der Visitenkarte ersichtlich (Foto über dem Fahrausweis)
Sonntag 20. September 2026 – Wir stehen wieder bei Bauer ‚Kliewe‘ bei ‚Mursewiek‘ auf dem Erlebnisbauernhof. Heute ist es vorwiegend feucht, windig und grau, aber es gibt auch Lichtblicke: So habe ich heute meinen allerersten Kranich gesichtet ;=)

Meine erste Sichtung frei lebender Kraniche in meinem Leben, inmitten einer grossen Schar Graugänse …
Die Kraniche sind sehr scheue «Fluchttiere»: Bereits bei einer Distanz von 200 – 300m fliegen sie auf und davon. Am besten beobachtet man sie aus dem Auto, aber mit einem Camper ist das nicht so praktisch, weil der zuviel Platz am Strassenrand einnimmt. Wenn ich mit dem Velo stehen bleibe, heben sie sofort achtsam den Kopf und es braucht wirklich wenig, dass sie weg fliegen, leider. Ich bin nicht geübt im Distanzen schätzen, aber ich denke 200m waren das schon?
Meine ersten Kranichbilder haben noch viel «Luft nach oben», das ist so; aber ich habe mich riesig gefreut über diese Begenungen.
Und dann kommt auch noch ein Seeadler am Bodden vorbei, direkt vor unserem Stellplatz:
Nächste Woche wollen wir ins Kranichzentrum bei ‚Günz‘ fahren; und danach nach ‚Fischland-Darss-Zingst‘ wo es sehr gute Kranich-Beobachtungsspots geben soll …
Aber zuerst müssen wir uns um die Reparatur/Ersatz des Spiegel kümmern.
21. September 2026 – Wir sind nach ‚Bergen‘ gefahren zum Autohaus Kubowicz; Sabine hat dieses «ergoogelt» und es hat ganz viele sehr gute Bewertungen von Wohnmobilisten, so dass wir beschlossen haben, uns hier zu melden. Wir wurden schnell vom Inhaber persönlich bedient, der Spiegel wurde bestellt, wir bekamen einen Montagetermin für Dienstag 13:00 Uhr und schon konnten wir wieder gehen. Wir sind am Nachmittag ein bisschen mit den Auto durch die Gegend gefahren, weil ein sehr starker Wind über die Insel geblasen hat (nicht so angenehm auf dem Fahrrad!).
22. September 2026 – die Nacht verbrachten wir auf dem «wohnmobil-stellplatz-ruegen.de», ca. 400m vom Autohaus entfernt. Sanitär mit WC, Duchen und Waschmaschine/Tumbler sowie Ver-/Entsorgung sind vorhanden. Preis 25€/24Std. (Duschen 2€/6′). Der Platz ist ok, um Bergen zu besuchen oder wenn man wie wir einen Termin in der Nähe hat.
Pünklich um 13:00 Uhr waren wir beim Autohaus und der Spiegel wurde innert kürzester Zeit ersetzt: Wir haben uns auf Anraten von Hr. Kubowicz für für den Spiegel eines Drittherstellers entschieden, dieser sieht genau so aus wie das Originalteil von FIAT, funktioniert genau so gut und kostet nur etwa die Hälfte. Inkl. Montagearbeiten haben wir 420€ bezahlt (Die MWST-Vergütung wurde direkt vom Autohaus erledigt).
Um 14.00 Uhr waren wir bereits auf dem Weg nach Strahlsund, nach dem wir noch bei einer Tankstelle vorbei gefahren sind, die vor dem Mittag Diesel für 2.36€ angezeigt hatte. Nach dem Mittag war der Preis dann leider wieder auf 2.51€ und wir sind ohne tanken weiter gefahren. Merke: Anscheinend werden die Preise in DE um die Mittagszeit neu angepasst (und die 17 Cent Vergünstigung, die Friedrich Merz den Wählern letzten Freitag kurz vor den Wahlen in ‚Meklenburg-Vorpommern‘ versprochen hatte, sind wohl bereits wieder passé; hat doch die CDU die 5% Hürde nicht geschafft und ist aus dem Parlament geflogen).
Unser erstes Ziel in der ‚Vorpommersche Boddenlandschaft‘: Das Kranorama in Günz
Mehr dazu im nächsten Beitrag …..
Unser Fazit zur Insel Rügen: Sehr schöne Landschaften und Küsten, schöne Tierbegegnungen – aber nicht sehr Wohnmobilfreundlich und recht teuer (Stellplatz ohne Services 20€ oder mehr, keine öffentlichen Ver-/Entsorgungsstationen, Freistehen nicht erwünscht oder verboten, z.B. Parkplätze oft nur von 7 bis 23Uhr parken erlaubt, meist für Wohnmobile verboten, Campingplätze sehr teuer). Als Camper fühlen wir uns nicht wirklich willkommen …






























































































