Spanien – Albarracin … und das war’s dann?

Am Sonntag Vormittag sind wir von ‚Teruel‘ durch die ‚Sierra Albarracin‘ nach ‚Albarracin‘ gefahren und haben uns auf dem Stellplatz ausserhalb des Stätdchens eingerichtet. Am Nachmittag haben wir dann einen Spaziergang durch das mittelalterliche ‚Albarracin‘ und hinauf zu seinen weitläufigen Befestigungsanlagen gemacht, wo wir für kurze Zeit einige Adler am Himmel kreisend beobachten durften (Leider hatte ich die «Vogelkamera» nicht dabei).

Das kleine Städtchen Albarracín war einst Hauptstadt eines der Taifa-Königreiche und konnte sein wahres islamisches und mittelalterliches Flair bewahren. https://www.spain.info/de/reiseziel/albarracin/

Blick von den Festungsanlagen hinunter zum Städtchen ‚Albarracin‘

‚Albarracin‘ und seine Befestigungsanlagen …

… und seine engen Gassen.

mit dem 12 – 40mm Objektiv scheien sie auch klein, wenn sie gar nicht so hoch fliegen …..

Das Wetter heute: Es war richtig warm am Nachmittag, T-Shirt-Wetter!

Am Abend hat Sabine dann noch ein «Nonna Aurelia-Brot» gebacken ;=)

 

Montag 23. Februar 2026 – Wanderung in der ‚Sierra de Albarracin. In der Nacht war es richtig kalt, so um den Gefrierpunkt herum, es hatte sogar etwas Eis beim Entsorgungsplatz. So um halb Elf  sind wir entlich vom Stellplatz los gekommen und in die «Berge» von ‚Albarracin‘ gefahren. Wir machen eine Wanderung zum Mirador ‚Alto del Puerto». Der Weg führt uns meist durch lichten Pinienwald (Föhrenwald?), vorbei an vielen schönen Felsformationen zum Aussichtspunkt mit einer grandiosen Weitsicht in das Umland von ‚Albarracin‘.

Sehr schöne Wanderung von 7.4km bei angenehm warmem und sonnigem Wetter. Unterwegs sind wir zwei Menschen, einem Hund und einer Kettesäge begegnet; und wir haben hoch über uns einen Adler gesichtet. Leider gibts keine Komoot-Aufzeichnung davon, weil wir ausserhalb von Handyempfang gestartet sind.

Gegen Abend habe ich dann noch Solo eine kleine Wanderung ins «Boulder-Vally» von ‚Albarracin‘ gemacht (Es gibt noch andere Standorte, an denen hier intensiv «gebouldert» wird und sogar einen Boulder-Shop). Meine Wanderung startet direkt beim Stellplatz:

Komoot-Aufzeichnung: https://www.komoot.com/de-de/tour/2795559929

der Stellplatz von ‚Albarracin‘ – 14€/Tag inkl. Ver- / Entsorgung und kostenlose Waschmaschinennutzung

Dienstag 24. Februar 2026 – nach einem Vormittagspaziergang in den Südteil von ‚Albarracin‘ verlassen wir den schönen Ort Richtung ‚Cuenca‘ auf der A-1512 / A-1703 / A-1704 / ‚Nacimiento del Rio Tajo‘ / ‚Embalese de La Toba‘  / ‚Uña‘ / ‚Ventano del Diabolo‘ …

Den ersten Stop machen wir bei der ‚Cascada Batida‘ an der A-1704

Dann geht’s weiter zum ‚Monumento al Nacimiento del Rio Tajo‘, dem Quellgebiet des ‚Rio Tajo‘ (Wenn du die Bikepacking-Route «Montañas Vacias» fährst kommst du hier vorbei ;=)

Hier gibt es einen PP, der sich wohl auch zum Übernachten anbieten würde …..

Der Nächste Stop ist am ‚Ventano del Diabolo‘, einem Felsenfenster hoch über der Schlucht des ‚Rio Júcar‘, nordöstlich  von ‚Villalba de Sierra‘. In der gegenüberliegenden Felswand nisten ?Schwalben? und es hat auf einem Felsvorsprung ein Nest eines ?Geier? (Bild rechts) Auf die Distanz nur schwer zu sehen …

Und dann fahren wir in ‚Cuenca‘ ein – der anvisierte Stellplatz präsentiert sich als schräger PP mit angrenzender Baustelle, nicht einladend und auch  nicht kostenlos! Und einen alternativen PP zu finden scheint nicht einfach zu sein in den engen Gassen. Wir fahren Einkaufen und fahren danach zu einem hochgelegenen PP ‚Mirador Rincón Seco‘, von dem die Altstadt von ‚Cuneca‘ in der Ferne schön zu sehen ist.

Zuerst sind wir da oben ganz alleine, aber bis abends um Neun füllt sich der kleine Platz …

 

Mittwoch 25. Februar 2026 – am Morgen ‚Cuenca‘, am Nachmittag ‚Trujillo‘, am Abend ‚Hospital Universitario Cáceres‘. Der Tag beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang. Wir fahren auf den kostenlosen PP oberhalb ‚Barrio del Castillo‘ und spazieren durch die schöne Altstadt von ‚Cuenca‘. Nach dem z’Morge geht’s dann endlich los in die ‚Extremadura‘: Wir freuen uns sehr!

‚Cuenca‘ im Morgenlicht

Das Wetter ist gut und wir schaffen die knapp 400km auf den kostenlosen Autobahnen deutlich vor dem Sonnenuntergang. Also so machen wir nach dem vielen Sitzen noch einen Spaziergang in die Altstadt von ‚Trujillo‘ und sichten viele Störche auf Türmen und Kaminen: Es wimmelt von Vögeln im Ort, was uns sehr erfreut!

Sabine auf der ‚Plaza Mayor‘ in ‚Trujillo‘

Und dann passierts – 18:05 – Sabine rutscht auf sandigem Untergrund aus und stürzt auf ihre eh schon angeschlagene rechte Hand. Ein schmerzverzerrtes Gesicht kündigt unmittelbar das Ende unserer Spanienreise an. Zuerst kommen spanische Passanten zu Hilfe und rufen die Sanität, dann kommt die Polizei und nach einigem Warten dann auch die Sanität. Wir fahren mit der Ambulanz durch die sehr engen Gassen holpernd ins «Gesundheitszentrum» von ‚Trujillo‘, wo Sabines gar nicht schön aussehender Arm ein erstes Mal geröngt wird. Resultat: Arm nahe Handgelenk gebrochen! Nun werden wir ans ‚Hospital Universitario Cáceres‘ verwiesen, ca 40km entfernt. Dort angekommen beginnt das grosse Warten: Um Mitternacht verlassen wir das Notfallzentrum mit Sabines Arm im Gips nach einer brachialen Knochenbehandlung; Sabine ist fast die Wände hoch vor Schmerzen; das Schmerzmittel, das sie bekommen hat hatte so gut wie keine Wirkung gezeigt. (Im Internet liesst Sabine später, dass diese Behandlung normalerweise unter Narkose gemacht wird, da extrem schmerzhaft).

Donnerstag 26. Februar 2026 – Die erste Nacht mit Gips und Schmerzen im WoMo – für Sabine alles andere als Erholsam! Eine Fortsetztung der Reise macht unter diesen Umständen wenig Sinn; Sabine könnte weder Wandern noch Rad fahren, und zu Hause ist der Alltag mit Arm im Gips bedeutend einfacher zu bewältigen als im engen Wohnmobil. Und hoffentlich ist auch die medizinische Versorgung etwas humaner!

Aber ein paar Eindrücke von der ‚Extremadura‘ möchten wir trotz allem noch mitnehmen. Darum fahren wir einen kleinen Umweg durch die weiten ‚Dehesas‘ nach ‚Torrejon de Rubia‘ und von dort zum ‚Salto del Gitano‘ am ‚Tajo‘ im Naturpark ‚Montfragü‘, wo wir noch die ‚Gänsegeier‘ über den Felsen des ‚Gitano‘ beobachten wollen:

und ein Gänsegeier hoch über unseren Köpfen …

Danach gehts ab auf die endlosen Autobahnen ….

Eben erst in der ‚Extremadura‘ angekommen – und schon heisst es wieder Abschied nehmen ;=(

Es liegen noch gute 1700km vor uns, bis wir zu Hause ankommen werden. Heute sind wir noch bis ‚Vitoria-Gasteiz‘ gefahren. Morgen geht es weiter nach Frankreich und wenn alles gut läuft, werden wir am Samstag gegen Abend wieder zu Hause sein.

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3 Gedanken zu „Spanien – Albarracin … und das war’s dann?

    1. Hallo Jürg, kann sein, wir wissen es nicht, weil wir kennen uns mit diesen Raubvögeln noch nicht wirklich aus. Dafür fahren wir jetzt in die Extremadura, dort soll es alle diese stolzen Vögel haben. Mal sehen …

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