Cevennen – Corona zum Trotz!

22.08.2020 – Die Lage in den angrenzenden Ländern ist nicht ganz entspannt und die Fallzahlen steigen wieder überall. Frankreich bewegt sich bereits an der Grenze zum Risikoland eingestuft zu werden. Wir fahren trotzdem!

Wir fahren via Genf – Lion – St-Etienne – Le-Puy-en-Velay auf der N88 Richtung Cevennen. Gegen Abend, nach vielen Stunden Autofahrt, suchen wir uns einen schönen Übernachtungsplatz, unweit der N88. Wo wir gelandet sind? Wir haben dem Fischer versprochen, es nicht zu verraten!

Die Gegen ist schön und sicher auch mal eine Reise wert – wenn wir dann endlich viel, viel Zeit zum Reisen und Verweilen haben …

23.08.2020 – Nach einer ruhigen Nacht ziehen wir beizeiten weiter, wir wollen in den Intermarché 20km entfernt, um unsere leere Gasflasche zu tauschen (Das Flaschengas kostet in FR ja nur gut die Hälfte von den Wucherpreisen in der CH). Sonntag Vormittag, der Intermarché geschlossen und der Flaschengas-Automat funktioniert auch nicht … tja …

Weil uns die Gegend gut gefällt, beschliessen wir spontan, ein paar Umwege durch die Hügel und Täler zu fahren und landen Mittags auf dem ‘Col de Finels’. Nach dem erneut vielen sitzen im Camperino verspricht hier eine kleine Wanderung zum ‘Sommet de Finels’ Abhilfe gegen steife Knochen.

Es weht eine wirklich steiffe Bise (Nordwind), was trotz Sonnenschein Windjacke und Mütze erklärt …

Am Nachmittag fahren wir weiter via ‘Le-Pont-de-Monvert’ (da waren wir vor zwei Jahren auf dem Camping Municipal) auf Nebenstrassen zum ‘Col de Montmiral’ ….

Untwerwegs ein kleiner Abstecher auf staubiger Piste zu einem Fischersee … sonntags sehr beliebt …..

… wo wir ganz in der Nähe einen schönen Übernachtungsplatz finden.

Unser Übernachtungsplatz auf einer Anhöhe …  mit Aussicht auf die ‘Causse de Sauveterre’ …..

Causse de Sauveterre

Das Land ist trocken – sehr trocken … und Heugümmper (Heuschrecken) überall ……

24.08.2020 – Heute gehts ziemlich direkt zu unserem ersten Ziel, zur Gorges du Tarn (Tarnschlucht). Aber zuerst noch schnell zum Intermarché in Florac und Gasflasche tauschen …

Blick in die Tarnschlucht ….. ‘St. Chely du Tarn’

In Malène fahren wir auf den Camping Municipal. Entspannen und baden ist für den Rest des Tages angesagt. Um 16°° Uhr dann eine kleine Aufregung betreffend Platz auf dem Camping, aber innere Ruhe und Geduld sind auch hier sehr hilfreich und wir erhalten einen Platz (Andere vor uns in der Coronaschlange verwerfen entnerft die Hände, warum genau verstehen wir zwar nicht, aber sie reisennach lautem Aufbegehren wieder weiter …). Wir wollen drei Tage (Nächte) bleiben, ankommen, Velo fahren, baden und die News vom BAG verfolgen: Wird Frankreich auf die Liste der Risikoländer gesetzt? Dann müssten wir nähmlich leider direkt wieder zurück fahren (weil 10 Tage Quarantäne liegen bei unseren Jobs nicht drin).


25.08.2020 – Nach einer guten Nacht mit ausschlafen und ausgiebig Frühstücken gehts endlich los auf unsere erste Velotour. Mit dem Fahrrad über Land, das ist hier einfach wunderbar. Es gibt so viele wenig befahrene Nebenstrassen in Frankreich und so viele schöne Landschaften – ein Traum von Veloland (Nicht nur für die ‘Tour de France’).

Im Aufstieg in die ‘Causse Méjan’ – Blick hinunter zum Ort ‘Malène’ an der Tarn

'Rouveret' in der 'Causse Méjan'

‘Rouveret’ in der ‘Causse Méjan’ …

Aussichtspunkt ‘Roc de Hourtous’ hoch über dem Tarn

In der Abfahrt nach 'Les Vignes' am Tarn

Imposante Felstürme in der Abfahrt nach ‘Les Vignes’ am Tarn

Gorges du Tarn

Auch von der Strasse gesehen beeindruckend, die ‘Gorges du Tarn’


26.08.2020 – Wie werden die BAG.Zahlen heute sein? Frankreich mit weit über 60/100’000 Fälle auf der Liste der Risikoländer? Glück gehabt! Wir können wieder einen Tag länger bleiben.

Die heutige Velotour führt uns auf die andere Talseite, hinauf in die Causse de Sauveterre und zum bekannten Aussichtspunkt ‘Point Sublime’ hoch über dem Tarntal. Danach gehts wieder via Les Vignes der Tarn entlang zurück zum Camping in ‘Le Malène’.

Ackerbau und trockene Weiden wechseln sich mit sattgrünen Flächen ab …

In der Causse de Sauveterre

Blick von der ‘Point Sublime’ ins Tarntal …

Blick talauswärts Richtung Les Vignes …

Gorges du Tarn … beliebt als Kanugewässer – hunderte fahren hier täglich durch die imposante Schlucht …

Am späteren Nachittag ein Spaziergang zur Marienkapelle …

Spaziergang zur Marienkapelle in einem Felsspalt hoch gegenüber ‘Le Malène’ …

 

Die Marienkapelle in einem Felsspalt ...

Die Marienkapelle in einem Felsspalt …

Und darüber die Marienstatue, die über das Tal und ‘Le Malène’ wacht …

Und wer genau hinschaut – die Maria trägt vorbildlich eine Schutzmaske ….

27.08.2020 – Zeit für einen Ortswechsel. Frankreich ist immer noch nicht auf der Liste der Risikoländer :=). Wir dürfen noch bleiben.

Von ‘Le Malène’ fahren wir die kurvenreiche Strasse hinauf in die Causse de Méjan. Manche Serpentinen sind so eng, dass wir einmal zurück setzen müssen, um die Kurve zu kriegen (Auch ein Nachteil des langen Radstands unseres Renault Master). Über die Causse fahren wir Richtung Meyrueis. Hoch über der ‘Gorges de la Jonte’ machen wir Frühstückshalt:

Parkbucht an der D986 hoch über der ‘Gorges de la Jonte’ bei ‘Chaos de Pauparelle’ …

Mit ‘Chaos’ werden in Frankreich wild zerklüftete Felslandschaften bezeichnet …

Zeit zum Einkaufen in ‘Meyrueis’ – ganz konform mit Maske:

Maskenpflicht in allen Geschäften …

Danach quartieren wir uns auf dem kleinen, schönen Camping an der D996 ein (Da waren wir vor zwei Jahren auch schon mal). Und dann am Nachmittag nochmals CHAOS! Unsere Velotour entsteht heute ziemlich spontan. Wir fahren zum ‘Col de Perjuret’ und von da am ‘Chaos de Nimes le Vieux’ vorbei nach ‘Villeneuve’ und weiter auf einer sehr schmalen Fahrstrasse hinunter ins Tal des ‘Tarnon’ nach ‘Vebron’ und dann auf der D907/D996 wieder hoch zum ‘Col de Perjuret’ und zurück zum Camping. Landschaftlich ehr schöne Tour – 44km und 800hm.

Chaos …

und noch mehr Chaos …

Unten in ‘Vebron’ schöne alte Brücke über den ‘Tarnon’ mit tollen Badegumpen – leider hatten wir die Badesachen nicht dabei …..

Auf der Rückfahrt nach Meyrueis – Blick ins Tal – rechts die Causse de Méjan …


28.08.2020 – Es ist Regen angesagt und wir fliehen Richtung Süden, da soll es gem. wetter.com zumindest etwas wärmer sein. Wir fahren durch die Chausse de Noir Richtung ‘Millau’. Bald setzt schon heftiger Regen ein. Oben auf der Chausse ist das bekannte ‘Caos de Montpellier-le-Vieux’. Wir fahren zwar da hin, aber auf Grund des Wetters verzichten wir auf einen Spaziergang durchs ‘Chaos’. In ‘Millau’ ein kurzer Halt an der schönen Promenade der ‘Tran’.

Südwärts in den 'Grand Chausses'

Südwärts in den ‘Grand Chausses’ (D809)

Dann südwärts entlang der A75 bis ‘Le Caylar’ und weiter auf der D9 bis ‘St-Jean de Fos’ im ‘Languedoc’ mit der ‘Pont Diable’ am ‘L’Herault’.

Blick ins ‘Languedoc’

Ein kurzes Stück Flussaufwärts bei Überresten einer alten Mühle finden wir einen Stellplatz. Kaum sind wir zu den Ruinen hinuntergestiegen prasselt auch schon wieder ein Gewitterregen über uns hinab. Schnell zurück in den Camperino und nasse Sachen ausziehen.

PP bei den alten Mühlen am ‘L’Herault’ – die Jungs sind vom ‘Canyoning’ zurück gekehrt und warten auf Papa’s mit Autos ….

 

Böses Erwachen: Nachts beginnt mich mein Magen zu plagen. Zuerst fühlt es sich an wie übersäuert. Dann kommen auch Schmerzen dazu. immer heftigere Schmerzen, die mich zusammen krümmen lassen. Ist meine letzte Stunde gekommen?

……. Weiter gehts hier

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