Südspanien Winter 17-18 / 1

Es läuft nicht immer so, wie man es gerne hätte.

In der Woche vor unserer Abreise plagte mich zunehmend ein Backenzahn. Mein Kiefer war an dieser Stelle ziemlich empfindlich, der Zahn surrte schwach und das Zahnfleisch tat weh. Ich bekam schiss, dass ich dann vielleicht in Spanien zum Zahnarzt müsste, und das ohne Sprachkenntnisse. Darum hab ich am Donnerstag Morgen bei meinem Zahnarzt einen Termin für Freitag Mittag vereinbart. Ergebnis: Eine Wurzelbehandlung und Antibiotika – und prompt schon nach der dritten Tablette hat mein Darm rebelliert. Schöner Ferienbeginn!


26. November 2018 – Abreise

Sonntag 26. November – Endlich ist es soweit, wir sind startklar, die Wohnung ist geputzt, unser Camperino beladen, Wasser aufgefüllt und es kann los gehen. 12.45 fahren wir los. Mein Wunschziel für den ersten Tag: St.-Pierre-sur-Mer in der Nähe von Beziers. In der Planung nicht bedacht, es wird ja Ende November schon früh dunkel und nachts fahren ist anstrengend. Zudem bin ich von der Antibiotika und dem Durchfall etwas geschwächt. Jetzt sitzen wir auf ‚unserem‘ Transitstellplatz in La-Garde-Adhémar in der Nähe von St.-Paul-Trois-Chateau. La-Garde-Adhémar ist ein kleines, hübsches Nest auf einem Hügel über dem Rohnetal, und es ist im Verzeichnis der schönsten Orte Frankreichs eingetragen. Wir übernachten jeweils auf dem Parkplatz nordseitig des Dorfes beim Kreisel oder auf der grossen Wiese gleich oberhalb, ohne Camper-Infrastruktur – dafür kostenlos. Im Dorf gibt es ein kleines, hübsches Restaurant mit einer guten Küche.


27. November

Gestern Abend wars zapfenkalt – nur vier Grad, heute Morgen mit 1° grad noch knapp über null. Phuu – sau kalt. Schnell weiter Richtung Süden – und vorher noch schnell einkaufen und tanken beim Intermarché in St.-Paul-Trois-Chateau. Jetzt sitzen wir ganz im Süden Frankreichs auf einem Camper-Stellplatz in Port Vendres nahe der Spanischen Grenze. Hübscher Ort. Hier unten ist es schon ein bisschen wärmer, am Nachmittag 13°, jetzt um 20 Uhr noch 5°. Morgen gehts weiter, der Küste entlang nach Spanien und dort irgendwo wieder auf die Autobahn (Für die Strecke Genf – Perpignan via Rohnetal haben wir 83€ Autobahn-Gebühren bezahlt).

Hafen bei 'Port Vendras'
Endlich am Meer – Hafenstrand bei ‚Port Vendras‘

28. November

Heute sind wir der Küstenstrasse entlang über die Spanische Grenze gefahren. In Figueres haben wir die Autobahn AP7 genommen bis hinunter nach Peniscola. Auf der Michelin-Karte 734 Espagne – Portugal (1:1Mio) sah es aus wie ein kleines, verschlafenes Nest an der Küste. Pah – da hab ich aber gestaunt – ein mondänes Touristenkaff mit Hotels und Appartmenthäusern entlang dem Strand, soweit das Auge reicht. Wie können Menschen so Ferien machen, hab ich mich gefragt? Eine vernünftige Antwort hab ich keine gefunden. Im Nachbarsort Benicarlo haben wir dann mit viel Glück einen Camperstellplatz mit Entsorgung gefunden (an der Strasse nach Benicarlo) Beim Strandspaziergang sahen wir später auch ein Britsches WoMo, das direkt am Strand geparkt hat, zwei Querstrassen nach dem Stellplatz rechts zum Strand (Wohl nur im Winter möglich).

Stellplatz mit Entsorgung in Benicarlo
Stellplatz mit Entsorgung in Benicarlo

29. November – angekommen?

Nachts zwei mal Dafalgan genommen, weil meine Beine elendiglich geschmerzt haben – wie heftige Gliederschmerzen bei einer Grippe – von der Antibiotika? Am Morgen zuerst in einem Supermercat eingekauft, dann ab auf die AP7 Richtung Süden. Bald hat es zu regnen begonnen. Um 17 Uhr sind wir auf dem Camping ‚Caravaning la Manga‘ bei Cabo de Palos angekommen, angekommen an der Costa Calida. Der Camping ist so überbordend – wie die ganze Küste. Es ist erschreckend, wie masslos und hässlich die Spanische Mittelmehrküste über weite Strecken zubetoniert ist. Auf der Website www.caravaning.es sah der Camping ganz ok. aus – in der Realität ist er eher ein überdimensionierter Irrgarten, es sind hunderte von Stellplätze in Reih und Glied, abgetrennt durch Hecken, aufgeteilt in Sektoren, jeder Sektor mit einem Sanitärgebäude ausgestattet. Dafür sind wir tausendsiebenhundertdreissig Kilometer in vier Etappen gefahren? Doch schauen wir morgen mal, wo wir heute ‚angekommen‘ sind. Immerhin, wir sind jetzt an der Costa Calida und da wollen wir auch etwas verweilen.


30. November – Geburtstag

Heite ist es soweit – ich bin 60zig. Und es gibt kein zurück!

Mittagsspaziergang zum Strand und über den Camping

Es sind massenweise Überwinterer auf diesem Platz, viele Engländer und auch Deutsche Senioren. Dazu hat es viele teils skurile Bauten, die oft die ganze Parzelle komplett ausfüllen.

Nachtrag: Der Camping ist im Sonnenschein gar nicht mal so übel, der Service ist sehr gut und der Preis mit 17€/Tag für eine 84m2-Parzelle all Inkl. voll ok.


1. Dezember – Costa Calida

… und es ist gar nicht mal so schlimm …

Gar nicht mal so schlimm, der erste Tag im 7ten Jahrzehnt! Wir sind an die Calblanca gefahren, ein schöner Strand mitten im gleichnamigen Naturschutzgebiet. Die Kontraste könnten grösser nicht sein zwischen La Manga (Tourismuswüste) und diesem wunderschönen Küstengebiet, keine 10km entfernt vom Camping Caravaning la Manga. Im Sommer soll die Zufahrt gesperrt sein, jetzt mitten im Winter kann man über eine Naturpiste auf die Parkplätze direkt an der Küste fahren. Das Übernachten ist verboten, aber schön ist es sowieso am Tag bei Sonnenschein. Nach einem ausgiebigen Spaziergang und einem feinen Rohkost-Zmittag haben wir noch eine kurze Erkundungstour mit den Velos an die Playa Larga unternommen. Später habe ich die Yogamatte ausgerollt und wir haben in der warmen Nachmittagssonne brav unsere Rückenübungen gemacht. Nach Sonnenuntergang sind wir, wie auf den Schildern gefordert, weggefahren und haben uns auf dem nahe gelegenen Parkplatz des Park-Infozentrums gemütlich niedergelassen. Sabine hat uns soeben einen feinen Gemüseeintopf gekocht, ich habe derweil Fotos auf den Rechner kopiert und sortiert (Ganz so schlimm war mein erster Tag im siebten Jahrzehnt also gar nicht, wie die Fotos belegen).

‚Calblanca‘

Nachmittagspaziergang an der ‚Calblanca‘

Nachmittags ein kurzer Veloausflug, von der ‚Calblanca‘ zur ‚Playa Larga‘:

Wir sind ‚angekommen‘ und geniessen die letzten Sonnenstrahlen an der ‚Calblanca‘ – einfach wunderbar – und wir haben noch 5 Wochen vor uns …

Abendstimmung an der ‚Calblanca‘

2. Dezember – Wind und Wellen

Heute bis neun ausgeschlafen. Rundum Sonne, nur unser Übernachtungsplatz liegt noch im Schatten eines Hügels, und es ist sau kalt. Vormittags einkaufen eingangs La Manga im Supermercat SPAR, schönes Angebot an Gemüse und Früchten. Dann Entsorgungsstelle gesucht – nichts gefunden. Zum Glück haben wir einen zweiten WC-Container dabei (Bei zwei Gemüsefressern ist das WC schnell gefüllt) Mittags am Strand Playa Calblanque. Es hat heute extrem starken Wind aus dem Landesinnern. Deshalb unsere Beschäftigung am heutigen Tag: Wellen gucken, staunen – ohh ist das schön – und das tue ich euch jetzt einfach an, Wellenbilder ohne Ende:

Natürlich – in Natura sind die Bilder viel schöner, viel eindrücklicher, extrem bewegt, mit passender Geräuschkulisse und für Hobbyfotorafen wie mich nicht wirklich abbildbar.

Spaziergang von der ‚Playa Calblanca‘ zu den velassenen Minen:


3. Dezember – Cartagena

Sonntag – die erste Woche ist schon rum. Frühstück an der Playa Calblanque, dann weiter nach Cartagena, eine geschichtsträchtige Stadt mit vielen römischen Ausgrabungen. Auffällig auch, viele Baulücken; eine Folge der spanischen Immobilenblase? Wir machen einen Stadtbummel, zuerst an der Hafenprommenade, dann durch die Einkaufsmeile, hinauf auf den Hügel Cerro del Molinete mit römischen und punischen Ausgrabungen (und schöner Aussicht über die Stadt), hinunter zum Barrio del Foro Romano und weiter zur Touristinfo mit den punischen Mauern. Von da zum Teatro Romano und dann wieder zurück zum Hafen. Tja, schon vor dem römischen Amphitheater ist der Akku meiner Kamera leer (Anfängerpech), deshalb keine Bilder. Trozdem, es ist eindrücklich. Insgesamt ein positiver Eindruck von dieser Kleinstadt an der Costa Calida, nicht nur den Römern hat’s hier gefallen, uns auch.Kostenlos parkiert längs der Carretera de La Algameca, zu Fuss ins Zentrum. WoMo-Entsorgung N37°36’54“ W1°0’19“ (Auch Stellpatz mit Stromanschluss, 10€/24Std.).

Am Nachmittag sind wir weiter gereist nach La Azohia in der Bucht von Mazarrón. Nach einem feinen Gemüsesalat haben wir eine kleine Velofahrt ins Landesinnere gemacht, eigentlich wollten wir zum Cabo Tinoso, aber wir sind viel zu spät gestartet. Tja lerne: Im Winter sind die Tage viel kürzer, es wird früh dunkel, folglich bleibt viel weniger Zeit für Outdoor-Unternehmungen als im Sommer, dafür verbringen wir viel mehr Zeit im WoMo, Zeit zum lesen, schreiben, bloggen und mehr….
Wir stehen kostenlos an einem zum Meer hin abfallenden Hang, neben etwa zwanzig anderen Mobilen N37°33’48.1′ W1°10’208“ (Ein Herr aus Deutschland erklärt mir, dass sie schon zwei Monate hier stehen, ohne Probleme – der Golf von Mazarrón soll ja die mildeste Ecke Europas sein, ein guter Ort also zum Überwintern).

Golfo de Mazarron
Abends am ‚Golfo de Mazarrón‘

4. Dezember – SIM-Karte

Montag – Heute sind wir nochmals nach Cartagena gefahren, um eine SIM-Karte mit Internetdatenguthaben für den Blog-Upload zu kaufen (Am. 2. Dez. hat uns ein autom. Windows-Update das ganze Datenguthaben von Sabines Handy während des Blog-Uploads innert kürzester Zeit einfach weggefressen, ohne das ich was bemerkt hätte – schon wieder Anfängerpech – und Sabine war echt sauer!). SIM-Karte kaufen ohne Reisepass ist nicht so einfach, wie wir merken mussten, aber Schlussendlich haben wir bei Orange  mit der CH-ID eine SIM mit 3GB erhalten. Andere Anbieter wären günstiger, aber eben, die verlangen von Schweizern einen Reisepass. Nachher etwas trinken in einer Tapasbar (La Tartana – Reiseführerempfehlung).

Gallerie 2. Reihe mittleres Bild:  Plastikplanen so weit das Auge reicht – alles voll Foliengewächshäuser für die Gemüseproduktion – nicht gerade schön fürs Auge …..

Zurück in La Azohia schnell was essen und dann ab aufs Velo – der Küste entlang durch Puerto de Mazarrón bis nach Bolnuevo (Campingplatz suchen, wir wollen wieder mal anständig duschen).

Wir waren grad rechtzeitig wieder rechtzeitig zurück zum wunderschönen Sonnenuntergang über dem Golfo de Mazarrón und haben eine zweite Nacht hier verbracht.

5. Dezember – Gravelroad

Dienstag – Nach dem Z’Morge und einkaufen in La Azohia haben wir den Camping Bolnuevo Playa angesteuert. Wiederum ein riesiger Camping voller Autocaravanas, meist Dauermieter in z.T. riesigen Wohnmobilen. Der Empfang ist freundlich, die Sanitäranlagen sind sehr schön und wir hatten ein riesen Glück; zuvorderst in der ersten Reihe haben wir einen Platz bekommen, nur PW-Parkplätze und ein Zaun trennen uns vom Strand. Am Nachmittag haben wir eine schöne Graveltour der Küste entlang durch die Sierra de las Moreras bis zur Playa Percheles gemacht. Sehr empfehlenswert – siehe Fotos. Und dann endlich wieder mal richtig schön und ausgiebig geduscht, wunderbar!

Playa Percheles
Die Playa Percheles, früher bei den Wildcampern sehr beliebt, jetzt leider mit einem Camperverbot belegt

Kommentar: In den letzten etwa 10 Jahren hat das Campen mit Wohnmobil einen regelrechten Boom erlebt. Es sind nicht mehr nur ein paar Freaks, die den Winter im Süden verbringen, mittlerweile sind es auch Horden von wohlhabenden Pensionären mit teilweise reisecargrossen Mobilen, die sich überall breit machen. Möglich, dass deshalb an den schönen Plätzen und Stränden immer häufiger Camperverbote anzutreffen sind?


6. Dezember – Ruhetag

Mittwoch – Heute ist Feiertag in Spanien – am Morgen stark bewölkt – gegen Mittag wird es schöner und wir starten zu einer kleinen Velotour nach Mazarrón (Stadt) und weiter durch die ‚Gemüsekammer‘ von Mazarrón bis zum Küsten- und Touristenort Porto Mazarrón. Von da der Küste entlang zurück nach Bolnuevo (gehört auch zu Mazarrón). Am späteren Nachmittag ein Spaziergang am Strand (das Wasser ist ziemlich kalt für das Empfinden meiner Füsse) und dann zur Abendstimmung im Strandbeizli ein Glas Vino blanco. Und wieder ein schöner Sonnenuntergang über dem Golf von Mazarrón, einfach fantastisch!

„Gib uns unser täglich Gemüse und vergib uns unsere Schuld ……“
Diese Gemüseproduktion steht in einer der trockensten Gegenden Europas – wo kommt all das Wasser her für diese Gewächshäuser und Salatfelder? In der Region von Alicante waren es Zitrusplantagen ohne Ende – alles für den reichen Norden? (PS: Mandarien und Orangen hier gekauft sind sehr fein!)

Camping Bolnuevo Playa
Schöne Abendstimung auf dem Camping Bolnuevo Playa – Blick aus dem Camperinpo über die Bucht von Mazzarón

7. Dezember – ein Abstecher ins Landesinnere nach Caravaca de la Cruz

Heute Morgen auf dem Camping ‚Playa de Mazarrón‘ nach dem Z’Morge den Frischwassertank überfüllt – Resultat: Boden nass, Winter-Spannteppich nass ………….. dann ab nach Caravaca de la Cruz im Landesinnern von Murcia, seit dem Besuch von Papa Johannes Paul II 1988 eine der fünf heiligen Städte der katholischen Kirche. Und wir haben richtig Glück, es ist auch gleich noch ein heiliges Jahr und in den engen Gassen der Altstadt ist ein sogenannter Mittelalter-Markt aufgebaut (sogenannt weil sie verkaufen den gleichen Klim-Bim wie überall, sind aber in Pseudo-Mittelalter-Kleider gehüllt). Das Kreuz von Caravaca, ein schönes Dopplekreuz, ist hier omnipräsent und gilt als christl. Schutzamulett. Wir haben nun eins im Camperino aufgehängt, trotzdem schliesst die rechte hintere Flügeltür nicht mehr richtig! Sehenswert ist auch die Plaza del Arco, hier haben wir gut spanisch Mittag gegessen im del Arco, einem empfehlenswerten Restaurant, guter Service, gute Küche. Jetzt sitzen wir in Bullas, ca. 15km von Caravaca entfernt auf einem staubigen Parkplatz am Dorfrand. Morgen wollen wir zu den ‚Salto del Usero‘, den Teppich trocknen und die Tür reparieren. Parkplatz: N38°02’17.8“ W1°40’21.4“

Basilica-Santuaria de la Santisma y Vera Cruz
Oben auf dem Stadthügel die Wahlfahrtskirche: Basilica-Santuaria de la Santisma y Vera Cruz
Plaza de Arco mit Restaurant del Arco
Plaza de Arco mit ‚Mitelalter-Markt‘ und Restaurant del Arco

8. Dezember – Salto del Usero

Die Nacht in Bullas (660 m.ü.M.) war mit Minusgraden richtig kalt. Aber sobald die Sonne über den Horizont gekrochen kam, konnten wir durchs Fenster die ersten wärmenden Strahlen geniessen. Zuerst Frühstück – dann Teppich wieder einbauen, wir hatten ihn über Nacht zum Trocknen über einen Zaun gehängt. Und dann die obere Verriegelung an der hinteren rechten Flügeltür in Angriff genommen. An diesem Flügel hängen unsere Velos. Mir wäre nicht wohl gewesen, so weiter zu fahren, sind die Strassen durch Dörfer und über Land doch oft sehr ruppig. Zum Glück hab ich einiges an Werkzeug eingepackt für diese Reise. So konnte ich nach einigen Versuchen den Riegel wieder zum funktionieren bringen – und so ist der Flügel mit den Velos wieder gut verankert, zum Glück! Jetzt noch einen kleinen Ausflug mit den Velos zum ‚Salto del Usero‘, einem Wasserfall bei Bullas:

Anschliessend sind wir über Land nach Lorca und dann über die Autopista libre (kostenlos) nach Aguilas und ein kurzes Stück weiter der Küste entlang nach Süden gefahren. Die Landschaft im Landesinnern ist hier sehr karg und äusserst trocken:

Ziemlich genau auf der Grenze zwischen Murcia und Andalusien (Zwischen Aguilas und San Juan de los Terreros) finden wir ein schönes Eck zum bleiben. Es hat bereits viele Womos an den ‚Vier Stränden‘. Der bekannteste ist die Playa del Carolina, im Sommer mit Infrastruktur wie Restaurant etc. Hier ist es wunderschön und wir wollen bis Sonntag bleiben, weil herrlich schön warmes Wetter angekündigt ist. Montag soll’s dann Regen, da schauen wir weiter …..

Unser Stellplatz an der Playa de Las Palmeras: N37°22’30.9″ W1°38’14.3″
Wasser und Entsorgung gibts Richtung Calarreona an einer Tankstelle.

Playa de las Palmeras

9. Dezember – auf nach Villaricos

Samstag – Playa de Las Palmeras heisst der Strand, an dem wir seit gestern Nachmittag stehen. Heute ist mal wieder Velo angesagt. Nach dem Z’Morge schnell noch eine Route in BaseCamp von Garmin gezeichnet (Karte: OSM Topo Summer Spain von www.frikart.no). Unser Ziel heute: Der Küste entlang bis nach Villaricos – und zurück. Wir haben Glück, es ist wenig Verkehr und der Rückenwind trägt uns leicht bis nach Villaricos, ein kleines Nest an der Küste Andalusiens (noch Costa Calida oder schon Costa del Almeria?). Auf dem Dorfplatz drei Bar/Restaurants. Wir setzen uns in die Sonne, um uns herum lauter ältere Engländer, und bestellen Tapas (1 Bier, 1 Schweps, 4 Sorten Tapas, 1 Espresso macht 9.80€, und die 1.20 Trinkgeld verunsichern die freundliche Kellnerin komplett). Nördlich von Villaricos entlang der Küste treffen wir auf viele Spuren von längst aufgegebenen Minen oder Bergwerken. Was sie wohl hier gefunden haben? Kohle? Erze? Jedenfalls hat es sehr viel schwarzen Schiefer, was auf Kohle deuten könnte? oder Öl? Zum Schluss fahren wir noch hinauf zum Castillo von San Juan de los Terreros (brutal steile Strasse), um den fantastischen Blick über Küste und Ort zu geniessen. Vor dem Abendessen wieder mal ein paar Rückenübungen auf der Yogamatte, dann ist Apérozeit. Tja, die Tage sind schön – und gehen schnell vorüber …… um sechs ist es schon ziemlich dunkel – und vor neun sind wir ja selten auf …..

Abendstimmung an der Playa de Las Palmeras:

Hier noch zwei Links zu den Minen bei Villaricos – in spanisch:
http://www.almediam.org/Bajo_Almanzora/Almanzora_013.htm
http://www.dipalme.org/Servicios/Anexos/anexosiea.nsf/VAnexos/IEA-LVA17/$File/LVA17.pdf (Haben wohl Blei, Silber etc. gefunden)


Mit dem heutigen Tag sind auch schon die ersten zwei Wochen vorüber. Weiter gehts auf unserer Reise mit Part 2 durch Andalusien >>>>>

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